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Neue Räume bieten viel Platz.

Offenbach - „Herein, herein, wir laden alle ein!" Mit dem Kindergartenlied, das die Erzieherinnen mit ihren Schützlingen einstudiert hatten, begann die feierliche Einweihung der neuen Kindertagesstätte 5 auf dem Klinik-Gelände. Neben dem Parkhaus ist in 22 Wochen ein Gebäude entstanden, das künftig sowohl als städtische Kita als auch als Betriebskita des Klinikums dient.

Mit sichtlichem Stolz und Zufriedenheit eröffneten Klinikum-Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt, Stadtkämmerer Michael Beseler und Bürgermeisterin Birgit Simon die moderne Einrichtung am neuen Standort. Nach 37 Jahren wurde der bisherige Betriebskindergarten geschlossen. Der Grund: Mittlerweile war das Gebäude am Starkenburgring viel zu klein, genügte nicht mehr den Erfordernissen. Zudem war das Areal für eine bauliche Erweiterung zu eng. Eine Entscheidung steht noch aus, was nun mit dem alten Kita-Gebäude passiert.

Die neuen Räume bieten viel Platz (1.800 m² Innenraum, 2.400 m² Freifläche) für 239 Kinder. Das Klinikum behält sein Belegungsrecht von bis zu 100 Plätzen. Betreut werden Kinder zwischen 0 und 12Jahren in 2 Hortgruppen, 3 Kleinkindgruppen und 6 Kindergartengruppen von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 5.45 und 17 Uhr. „Vereinbarung von Familie und Beruf war unser vornehmstes Ziel", erklärte Beseler, „vor allem auch in Hinsicht auf Alleinerziehende." Bürgermeisterin Simon betonte neben den arbeitnehmerfreundlichen Öffnungszeiten für Klinikum-Mitarbeiter die Fortschrittlichkeit der Einrichtung: „Es gibt hier einen Experimentierraum, ein Atelier sowie in jedem Stockwerk einen Turnraum. Beim Bau wurden neueste pädagogische Erkenntnisse berücksichtigt." Sie lobte den Architekten Marc Fink, der auf alle besonderen Anforderungen gewissenhaft und ideenreich und trotzdem fristgerecht eingegangen ist.

Das Gebäude besticht durch seine hellen, freundlichen Farben und die offene großzügige Gestaltung. „Dies ist der größte und schönste Kindergarten in Offenbach!" befand Hans-Ulrich-Schmidt. Auch Kita-Leiterin Dagmar Buchwald, die mit der Eröffnung ihren ersten Arbeitstag hatte, lobte: „Der Raum als dritter Erzieher ist in der Pädagogik bekannt. Positiver als in diesem Bau kann sich dies nicht auswirken!"

Die Schwerpunkte in der Einrichtung würden laut Buchwald in den Bereichen Sprache, Ernährung, Naturwissenschaften, Kunst und Musik sowie Bewegungsförderung und Vermittlung interkulturelle Kompetenzen liegen. Die vorher in Stuttgart tätige neue Kita-Leiterin kam gerne und mit großen Erwartungen nach Offenbach. „Die hohen Ziele, die hier in Bezug auf die Qualitätsentwicklung gestellt werden, haben auf mich motivierend gewirkt", so Buchwald. Vor der symbolischen Schlüsselübergabe überreichte Annelie Hahner vom Personalrat des Eigenbetriebs Kindertagesstätten Blumen an das Team und wünschte viel Erfolg und gutes Gelingen.

MARC FINK Architekt, Architekturbüro Kollmenter + Fink
„Dass Modulbauweise keineswegs langweilige Kästchenarchitektur bedeutet, haben wir eindrucksvoll bewiesen. Solche Vorurteile gehören schon lange der Vergangenheit an. Wir konnten überraschend individuell planen und gesunde Materialien einsetzen. Dieses Projekt hat, trotz seines urbanen Standorts, alles, was kindgerechtes Bauen ausmacht: Es ist lebendig, bunt, hell und freundlich.”

Projektdaten

Bausystem: KLEUSBERG Modulbau
Bauherr: Klinikum Offenbach
Fertigstellung: 2009
Bauzeit: 5 Monate
Brutto GF: 2.000 m²
Ausführung: 3-geschossig
Standort: Offenbach
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