
Wie entsteht ein Gebäude in Modulbauweise? Wie greifen die einzelnen Bauprozesse ineinander, und welche Möglichkeiten bietet die modulare Bauweise bei der Planung moderner Bildungsgebäude? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Teilnehmenden beim „Tag des Moduls“ auf der Baustelle der neuen Kita Sonnenring in Rodenbach.
KLEUSBERG hatte gemeinsam mit raum z architekten zu der Veranstaltung eingeladen, um Interessierten einen direkten Einblick in die Modulbauweise zu ermöglichen. Das Angebot richtete sich unter anderem an Vertreter:innen von Kommunen und Verwaltungen, Architektur- und Planungsbüros, Kita-Träger sowie Unternehmen, Investoren und Projektentwickler. Die hohe Beteiligung zeigte das große Interesse an dieser Bauweise.
Modulbau hautnah erleben
Nach der Begrüßung durch unseren Kollegen Matthias Bickel stellte Dennis Nikolaisen (raum z architekten) den Entwurf der Kita vor. Ergänzt wurde die Einführung durch Grußworte der Gemeinde Rodenbach, die durch Frau Grothus vertreten wurde.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die anschließende Baustellenführung in zwei Gruppen. Vor Ort konnten sich die Teilnehmenden ein Bild davon machen, wie die einzelnen Raummodule zu einem funktionalen und modernen Gebäude zusammengefügt werden. Dabei wurde auch erläutert, wie KLEUSBERG nach den Prinzipien der LEAN Construction arbeitet und wie die einzelnen Taktbereiche aufeinander abgestimmt werden. Durch die strukturierte Planung und Koordination der Bauabläufe lassen sich Prozesse effizient gestalten und Bauzeiten deutlich verkürzen.
Im Anschluss an die Führungen bot eine Feedback-Runde Gelegenheit, die gewonnenen Eindrücke zu teilen. Beim gemeinsamen Ausklang konnten die Teilnehmenden die Gespräche vertiefen und sich über Erfahrungen, Anforderungen und Perspektiven des modularen Bauens austauschen.
Die neue Kita Sonnenring in Rodenbach zeigt, wie sich moderne Anforderungen an Betreuung und Architektur mit der Modulbauweise verbinden lassen.
Der zweigeschossige Neubau entsteht in Holz-Hybrid-Modulbauweise und umfasst eine Bruttogeschossfläche von rund 1.366 m². Der Rohbau besteht aus 26 Raummodulen. Nach der Fertigstellung stehen zunächst sechs Gruppen für insgesamt bis zu 124 Kinder zur Verfügung – davon zwei Gruppen für Kinder unter drei Jahren und vier Gruppen für Kinder über drei Jahren. Durch die flexible Konzeption kann das Gebäude später mit geringem Umbauaufwand auch als reine Ü3-Kita für bis zu 150 Kinder genutzt werden.


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