Modulare Klassenräume für Hildener Grundschüler

Montag, den 18. Mai begann die Modulmontage für das neue Nebengebäude der Grundschule Wilhelm-Busch in Hilden. Wo bis vor Kurzem ein in die Jahre gekommener Holzpavillon stand, errichtet KLEUSBERG nun einen Neubau, der den notwendigen Platz für weitere Schulklassen und sanitäre Anlagen schafft. Auch ein behindertengerechtes WC sowie etwaige Lagerräume werden entstehen. Um die gewünschte Barrierefreiheit im Gebäude zu gewährleisten, erhält der 2-geschossige Baukörper eine Aufzugsanlage. Die geplante extensive Dachbegrünung wird nicht nur schön anzusehen sein, sondern verbessert auch die Wärmedämmung im Winter. Im Sommer dient sie als Hitzeschild, sodass das Dach wie eine natürliche Klimaanlage wirkt.

Der aus 22 Modulen bestehende Rohbau entstand innerhalb von drei Tagen. Per Spezialtransport wurden die vorgefertigten Einheiten von dem Produktionsstandort in Kabelsketal nach Hilden gebracht. Die Fertigstellung des neuen Schultraktes erfolgt im August 2020.

Nachhaltiges Konzept
Die Stadt als Auftraggeber legte bei der Beauftragung großen Wert auf einen minimierten Ressourcen- und Energieeinsatz, eine gute CO2-Bilanz und Schadstofffreiheit der Baustoffe, eine kurze Bauzeit, präzise Bauqualität und hohe Wirtschaftlichkeit. All diesen Anforderungen konnte KLEUSBERG mit der bewährten Modulbauweise gerecht werden. Mit einer der modernsten automatisierten Grundieranlagen im Werk sorgt KLEUSBERG beispielsweise dafür, dass die Schadstoff-Emissionen und der Farbverbrauch bei dem hochkomplexen Fertigungsprozess der Module erheblich gesenkt werden. Rund 10 Tonnen weniger VOC-Emissionen durch den Einsatz eines Zweikomponentenlacks, 20 Tonnen weniger Farbe durch den exakten Einsatz der steuerbaren Farbdüsen und 9 Tonnen weniger Abfälle – das ist die eindrucksvolle Ökobilanz der 56 Meter langen Anlage. Durch die Vermeidung von Verbundwerkstoffen ist eine sortenreine Trennung möglich. Bei der Produktion der industriell vorgefertigten Module wird das Material insgesamt ressourcenschonend eingesetzt und Materialreste direkt in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt. Das Trockenbauverfahren benötigt darüber hinaus keine energieintensiven Trocknungsprozesse. Da Modulgebäude weniger statische Zwangspunkte aufweisen, lässt sich die Raumgestaltung später leicht und wirtschaftlich ändern. Auch Aufstockungen sind möglich. Diese Flexibilität führt dazu, dass Modulgebäude oftmals eine längere Nutzungsdauer als herkömmliche Gebäude aufweisen und sich mehrere Nutzungsphasen eines Gebäudes ergeben.

Modulare Klassenräume für Hildener Grundschüler
Modulare Klassenräume für Hildener Grundschüler

© Foto: Stadt Hilden

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