Nieren- und Diabeteszentrum, Viersen
Mehr Behandlungskapazitäten für Patienten

GF: 4.140 m²
BAUZEIT: 7 Monate
Vier bis sechs Millionen Menschen in Deutschland haben laut Deutscher Nierenstiftung eine eingeschränkte Nierenfunktion – Tendenz steigend. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Menschen zunehmend älter werden und dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Nierenerkrankung zunimmt. Gleichzeitig erhöht sich die Zahl der an Diabetes erkrankten Menschen. Die große Mehrheit der Patienten wird in einem der weltweit rund 38.000 Dialysezentren ambulant behandelt. Dreimal wöchentlich müssen Nierenkranke in der Regel die Einrichtung für mehrere Stunden besuchen, um ihr Blut zu reinigen. Zeit, in denen den Patienten insbesondere ein Stück Lebensqualität verloren geht.

Die DaVita Medical Group ist ein führendes ärztliches Netzwerk, das in ganz Deutschland eine koordinierte Betreuung anbietet. Als ärztlich geführte Verbundorganisation in Deutschland verfolgt DaVita das Ziel, die Gesundheitsversorgung in Deutschland kontinuierlich und qualitätsorientiert zu verbessern. Neben der optimalen medizinischen Betreuung durch erfahrene Nephrologen und hochqualifiziertem Pflegepersonal tragen insbesondere auch ansprechende Räumlichkeiten dazu bei, dass die Dialysepatienten sich wohl und gut aufgehoben fühlen. In Viersen erforderten die räumlich unzureichenden Bedingungen und hohen Anforderungen
an Hygiene und Logistik den Neubau des Dialysezentrums.

Entstanden ist eine 4-geschossige Tagesklinik, welche KLEUSBERG in modularer Bauweise realisierte. Dr. Sven Herrnberger, ärztlicher Leiter des MVZ DaVita Viersen und Regionalmanager der Niederrhein DaVita Deutschland AG: „Der Faktor Mensch stand hier im Vordergrund. Ein großes Augenmerk wurde daher auf die Raumkonzepte gelegt. Durch Unterhaltungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten soll die Lebensqualität der Patienten bestmöglich unterstützt werden. Lichtdurchflutete und großzügige Räumlichkeiten mit freundlichem Charakter sollen dazu beitragen, dass die Patienten sich, trotz der Dialyse als oftmals sehr belastendes Verfahren, möglichst wohlfühlen.“ Im Erdgeschoss können zeitgleich bis zu 53 Dialyse-Patienten betreut werden. Die eigentlichen Behandlungsplätze befinden sich in einem länglichen Gebäuderiegel, welcher sich bewusst durch eine vorgehängte hinterlüftete HPL-Fassade vom übrigen Baukörper abhebt. In den Obergeschossen wurden eine Facharztpraxis für Nierenheilkunde, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen sowie ein Kompetenzzentrum mit Konferenz- und Ausbildungsangeboten für das Dialysefachpersonal, in dem moderne Medientechnik installiert ist, eingerichtet. Die im ersten Obergeschoss befindliche Dachterrasse ist durch eine Holzpergola sicht- und windgeschützt, sodass die Mitarbeiter auch dort bei gutem Wetter ungestört ihre Pausenzeiten verbringen können. Zudem wertet sie das optische Erscheinungsbild und die Architektur des Gebäudes auf. Für eine angenehme Raumtemperatur im gesamten Gebäude sorgt das entsprechende Lüftungs- und Klimatisierungssystem. Eine auf dem Dach installierende Photovoltaikanlage trägt zur Energieeffizienz des Gebäudes bei. Aufgrund der wachsenden Versorgungsengpässe und steigenden Tendenz von Dialyse-Patienten, insbesondere im Alter, erhielt der Neubau 17 Behandlungsplätze mehr, als die bisherige Klinik. Mit gesonderten Bereichen für die geriatrische Dialyse wirkt der Bauherr dieser Prognose entgegen. Eine abweichende Farbgestaltung und Einrichtung von den übrigen Behandlungsplätzen separiert diese Bereiche.

Referenz-Details
AUSSENANSICHTEN
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separierte Behandlungsbereiche

Die Behandlungsplätze für die tägliche Dialyse befinden sich im 1-geschossigen Gebäuderiegel, welcher optisch vom übrigen Baukörper separiert wurde.

INNENANSICHTEN
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mit modernster Medizintechnik ausgestattet

Projektdaten im Überblick

Bausystem:KLEUSBERG Modulbau
Bauherr:MVZ DaVita Viersen GmbH
Fertigstellung:April 2018
Bauzeit:7 Monate
Brutto GF:4.140 m²
Lieferumfang:4-geschossig
Standort:Viersen
Planung:Ingenieurbüro Drachenberg, Heinsberg-Eschweiler
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