Anschauliche Beispiele aus der Praxis

Was prädestiniert die Modulbauweise für die 394 Hochschulen in Deutschland? Aufgrund der tragenden Stahlkonstruktion der Module gibt es kaum statische Zwangspunkte. So lassen sich die Raumgrößen wirtschaftlich und flexibel ändern. Gebäude können ohne großen Aufwand einer Neunutzung zugeführt und große Büroflächen oder Arbeitsräume schnell in kleinere Einheiten umgewandelt werden. Umgedreht ist es ebenso möglich. Und nicht nur das: Sollten tiefgreifende, strukturelle Änderungen auf dem Campus geplant sein, kann das gesamte Gebäude umgesetzt werden. Was für herkömmlich errichtete Gebäude undenkbar ist, eröffnet hier völlig neue Perspektiven. Auch massiv errichtete Gebäude profitieren von der Modulbauweise. Denn je nach Statik können aufgrund des geringeren Gewichts der Modulkonstruktion problemlos ein oder mehrere Stockwerke aufgesetzt werden. Insbesondere im Bereich der Bildung und Forschung hat KLEUSBERG bereits zahlreiche Projekte realisiert, die eine Bandbreite an Ausführungsvarianten darstellen.

Für das Institut Experimentalphysik der RWTH Aachen errichtete KLEUSBERG in nur 4 Monaten in Modulbauweise ein 3-geschossiges Gebäude mit 44 Metern Länge und 17 Metern Breite. Laut Prof. Dipl.-Ing. Horst Fischer von fischerarchitekten bestand der Reiz der Aufgabe darin, aus vorgefertigten Modulen eine individuelle Lösung zu schaffen. Prof. Carsten Honerkamp von der Fachgruppe Physik der RWTH Aachen ist mit dem Ergebnis hochzufrieden: „Für uns ist der Bau ein großer Wurf. Er kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn je mehr neue Studierende nach Aachen kommen, umso größer ist auch die Gefahr, räumlich an Grenzen zu stoßen.“

Hochschulgebäude in Modulbauweise

Auch Labore als Interimslösung für extrem kurzfristigen Bedarf entstehen in modularer Bauweise. So hat KLEUSBERG beispielsweise für das Institut für Klinischen Chemie auf dem UKSH Campus Kiel ein neues Zentrallabor gebaut. Prof. Dr. Ralf Junker, Leiter des campusübergreifenden Instituts für Klinische Chemie, erklärt: „Trotz der Interimssituation ermöglichen uns die neuen Räumlichkeiten hochgradig effiziente Prozesse. Wir sind hier in der Lage, zusammen mit den Laboreinheiten am Campus Lübeck etwa 90 Prozent der Laboranalysen des UKSH zu bearbeiten.“

Hochschulgebäude in Modulbauweise

Und wenn der Raumbedarf sich nicht genau prognostizieren lässt und die Studierendenzahl unvorhergesehen stark wächst? Kein Problem: Nach nur einem Jahr hat KLEUSBERG das zuvor auf dem Campusgelände der Fachhochschule Hannover realisierte Büro- und Seminargebäude aufgestockt – und zwar innerhalb von 8 Wochen Bauzeit. Stricker Architekten aus Hannover haben bei der Planung bereits eine spätere Aufstockungsmöglichkeit berücksichtigt.

Stefan Kleusberg, geschäftsführender Gesellschafter von KLEUSBERG: „Wir sind nicht nur Generalunternehmer für den Bau von Hochschuleinrichtungen, sondern unser Unternehmen und unsere Mitarbeiter sind in zahlreichen akademischen Kooperationen engagiert. Durch die gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeit wissen wir, wie das bauliche Umfeld aussieht und haben Einblicke in die Praxis.“

Hochschulgebäude in Modulbauweise
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