Neue Förderschule in Modulbauweise

Bereits frühzeitig befasste die Stadt Zehdenick sich mit den Entwicklungen der Schülerzahlen und in diesem Zuge zusätzlichem Raumbedarf. Nach einer umfassenden Standortuntersuchung kamen die Beteiligten zu dem Entschluss, dass weder ein Umbau noch ein Erweiterungsbau der Exin-Förderschule auf dem bestehenden Areal realisierbar sei. Daher fiel die Entscheidung auf ein kreiseigenes Grundstück an der Industriestraße, wo der Neubau nun errichtet wird. Der Standort befindet sich etwa 5 Fahrminuten von dem ursprünglichen Schulgelände entfernt. In unmittelbarer Nähe sind das Oberstufenzentrum und die Oberschule Zehdenick vorzufinden. Im Rahmen einer Ausschreibung erhielt KLEUSBERG den Zuschlag für die schlüsselfertige Realisierung des Modulgebäudes. 

Die Neubaumaßnahme beginnt pünktlich zum 30. Geburtstag der Schule. Mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ wird der 2-geschossige Baukörper barrierefreie ausgeführt. Künftig können 12 Schulklassen mit jeweils bis zu acht Schülerinnen und Schülern in dem Gebäude unterrichtet werden. Darüber hinaus wird es einen großen Mehrzweckraum geben, der zugleich als Veranstaltungs- und Speiseraum dient.

Am 9. Juli trafen sich Vertreter der Schulleitung, der Stadt Zehdenick und KLEUSBERG als bauausführendes Unternehmen für die symbolische Grundsteinlegung. Die Zeitkapsel wurde mit einer Tageszeitung, Münzen, Zeichnungen des Gebäudes, einem Gruß der Schule und sogar einem Mund-Nasen-Schutz gefüllt, der später an die Umstände der Grundsteinlegung erinnern soll. Zu Beginn begrüßte Kerstin Niendorf, zweite Beigeordnete des Landkreises Oberhavel alle TeilnehmerInnen. Ebenfalls vor Ort: Bürgermeister Bert Kronenberg und langjährige Schulleiterin Christa Bayer. „Mit der heutigen Grundsteinlegung ist eine weitere Etappe für unseren Neubau erreicht. In nur einem Jahr werden sowohl unsere Schülerinnen und Schüler als auch unsere Lehrkräfte in dem neuen Gebäude ganz wunderbare Lernbedingungen vorfinden. Wir werden dann Unterrichts- und Gruppenräume, Sanitär- und Therapieräume in ausreichender Anzahl und Größe zur Verfügung haben. Das wird vieles erleichtern. Ich danke allen, die das Bauvorhaben ermöglicht haben und jetzt umsetzen", äußerte sich Christa Bayer in einem Bericht unter www.oberhavel.de.

Neue Förderschule in Modulbauweise
Neue Förderschule in Modulbauweise

Auf dem Bild v.l.n.r.: Hartmut Leib (Mitglied des Kreistages Oberhavel), Bert Kronenberg (Bürgermeister der Stadt Zehdenick), Kerstin Niendorf (Zweite Beigeordnete des Landkreises Oberhavel), Christa Bayer (Schulleiterin), Dirk Materlik (KLEUSBERG).

LEITPLAN Architekten aus Berlin zeichnen für die Planung des Neubaus verantwortlich. Sowohl die Fassade als auch die Innenräume werden durch Grüntöne akzentuiert. Der Eingangsbereich soll als Begegnungs- und Aufenthaltszone fungieren und durch seine großzügige Gestaltung besonders einladend wirken. Neben den mit interaktiven Tafeln ausgestatteten Unterrichtsklassen wird es unterschiedliche Fachräume (beispielsweise für Kunst, Wirtschaft-Arbeit-Technik, Hauswirtschaft oder Musik) geben, in denen die SchülerInnen auf den selbstständigen Lebensabschnitt vorbereitet werden und eine technische Ausbildung erfahren können. Therapieräume für Logopädie, Autismus, Ergotherapie, Physio und Krankengymnastik sowie einen Snoozel- und Antiaggressionsraum runden das Raumangebot ab. Der bereits genannte Mehrzweckraum wird als Speisesaal Platz für bis zu 50-80 Personen bieten, bei Veranstaltungen mit Bühnenfläche und Reihenbestuhlung kommen ca. 150 Personen unter.

Ende Juli startet die Modulmonage. Die Fertigstellung inklusive aller Arbeiten an den Außenanlagen ist für das zweite Quartal 2022 terminiert.

Diese Sprüche begleiteten die Grundsteinlegung:
"Für ein festes Fundament."
"Das Haus sei dem Bauherrn von hohem Nutzen."
"Den Zehdenickern sei Glück und Frieden beschieden."

© Fotos Landkreis Oberhavel

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