Zirkuläres Bauen: Welchen Beitrag der Modulbau leistet

Der Bausektor zählt nach wie vor zu einem der größten Klimahebel. 60 % des Müllaufkommens und 40 % des gesamten CO2-Ausstoßes sind auf die Baubranche zurückzuführen. Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber spricht auch vom „Elefant im Klimaraum“. Abfallvermeidung und Kreislauffähigkeit der Materialien werden in Verbindung mit zirkulärem Bauen bereits seit Jahrzehnten gefordert. Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind im Zuge des Klimaschutzprogramms weitere Aspekte, die die nachhaltige Entwicklung des Gebäudesektors unterstützen sollen und daher zunehmend gefördert werden. Übergeordnet soll die Bauindustrie durch zirkuläres Bauen ihren Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten.

Die Wiederverwendung und der ressourcenschonende Einsatz von Materialien ist KLEUSBERG nicht neu. Sowohl die Holz- als auch Stahlmodule, aus denen Gebäude für unterschiedlichste Nutzungszwecke entstehen, werden industriell in den deutschen Produktionsstätten vorgefertigt. Bereits im Herstellungsprozess betrachtet KLEUSBERG die einzelnen Raumsegmente als Ressource für die nächste Nutzungsphase. Stahl wird 100-prozentig recycelt und wiederverwendet. Holzprodukte lassen sich am Ende der Lebensdauer ebenfalls energetisch verwerten. Beim Verbrennen entsteht mehr Energie als zur Herstellung, Nutzung, Instandhaltung und Entsorgung verbraucht wird. Die Vermeidung von fossilen Brennstoffen wirkt sich ebenfalls positiv auf den CO2-Ausstoß aus. Warum? Bei der Verbrennung von Holz wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat. Es findet somit eine Art Ausgleich statt, durch den ein neutraler CO2-Kreislauf entsteht. Durch moderne Fertigungsverfahren und einen optimierten Materialeinsatz vermeidet KLEUSBERG Abfälle. Der sortenreine Einsatz der Materialien und die Vermeidung von Verbundstoffen ermöglichen eine maximale Wiederverwendbarkeit bei minimalem CO2-Ausstoß.

Zirkuläres Bauen: Welchen Beitrag der Modulbau leistet

Einsparung von grauer Energie
Aufgrund der Wiederverwendbarkeit der einzelnen Raummodule kann der Energiebedarf für die Herstellung der Baustoffe – insbesondere bei Stahl – auf verschiedene Nutzungsphasen verteilt werden. Dieser Vorteil wird mit der Anzahl der Lebenszyklen gegenüber anderen Bauweisen immer größer. Außerdem: Die „graue Energie“ eines Gebäudes – auch als Primärenergie bezeichnet – kann durch das Wiederverwenden von Bauteilen verringert werden. 56 % der Primärenergie eines Gebäudes entfallen auf den Rohbau. Darin enthalten ist die Energie, die zum Gewinnen von Materialien, Herstellen und Verarbeiten von Bauteilen, für etwaige Transporterfordernisse, den Einbau von Bauteilen sowie die Entsorgung anfällt. Bei einem Stahlmodulgebäude können mindestens 96 Prozent aller Baustoffe wiederverwendet werden. Auch das Bauen mit Holz und damit die Abkopplung von fossilen Energiequellen wirkt sich positiv auf den Anteil grauer Energie aus. Es gibt unterschiedliche Ansätze bzw. Handlungsempfehlungen bei der Wiederverwendung von Gebäuden. Neben „disign for disassembly“ und „selektivem Rückbau“ zählt auch das „modulare Bauen“ konkret dazu. Darauf bezogen schlägt KLEUSBERG umgangssprachlich zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn die Gebäude werden nicht nur modular errichtet, sondern lassen sich am Ende einer Nutzungsphase wieder leicht zerlegen, wiederverwenden und umnutzen. Das Entwickeln von nutzungsoffenen Grundrissen stellt eine Strategie dar, die beim zirkulären Bauen Anwendung findet und bei KLEUSBERG gelebte Praxis ist. Gebäude, die heute für Bürozwecke genutzt werden, können später zu Wohnräumen umfunktioniert werden. Möglich ist dies durch nicht tragende Innen- sowie Außenwände und somit maximale Flexibilität bei der Raumaufteilung. Bereits in der Planungsphase wird beispielsweise die Nachnutzung oder auch eine mögliche Gebäudeaufstockung und/oder -erweiterung berücksichtigt. Diese Optionen tragen dazu bei, dass sämtliche Bedarfssituationen abgedeckt werden und ein Gebäude tendenziell länger in Nutzung befindlich bleibt.

Zirkuläres Bauen: Welchen Beitrag der Modulbau leistet

Der Einsatz von Building Information Modeling (BIM) und somit die Entstehung eines digitalen Zwillings sorgt ganzheitlich für Transparenz und gewährt, dass auch nach vielen Jahren ersichtlich ist, welche Materialien bzw. Ressourcen in einem Gebäude verbaut sind und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden können.

Holz- und Stahlmodulgebäude entsprechen sämtlichen Anforderungen an Energieeffizienz, Wärme-, Brand- und Schallschutz. Durch den Einsatz modernster Technik entstehen auf Wunsch Bauten nach KfW-, Passivhaus- oder DGNB-Standard. KLEUSBERG hat in der Vergangenheit bereits belegt, dass die verbauten Materialien im Bereich „A “ der DGNB Energieeffizienzskala liegen und damit jedem Anspruch an ein qualitatives und nachhaltiges Gebäude gerecht werden.

KLEUSBERG arbeitet fortlaufend daran das Bauwesen durch moderne Fertigungsverfahren und den Einsatz ökologischer Materialien nachhaltiger zu gestalten und dazu beizutragen, dass zirkuläres Bauen sich durchsetzt.

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