Brandschutz im Modulbau

Neubauten sind, unabhängig von der Bauweise, in Deutschland bekanntermaßen genehmigungspflichtig. Da das Bauordnungsrecht Ländersache ist, ergeben sich die jeweiligen Rahmenbedingungen für eine Baugenehmigung im Wesentlichen aus den Landesbauordnungen der 16 deutschen Bundesländer.

Ein in modularer Bauweise geplantes Gebäude ist genehmigungsfähig, sofern für das zum Einsatz kommende Bausystem beispielsweise eine allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) vorliegt, oder eine vorhabenbezogene Bauartgenehmigung (vBG) auf Basis geprüfter Konstruktionsaufbauten – allgemeinte bauaufsichtliche Prüfzeugnisse (abP) – des jeweiligen Herstellers erwirkt werden kann.

Sowohl konstruktiv als auch in ihren bauphysikalischen Eigenschaften unterscheidet sich die Modulbauweise von KLEUSBERG gravierend von Containerlösungen. KLEUSBERG realisiert jährlich über 100 Bauprojekte modular – z. B. Schul- und Hochschulbauten, Kliniken, Kindertagesstätten oder Büro- und Verwaltungsgebäude mit teilweise mehreren tausend Quadratmetern Geschossfläche. Allen gemeinsam ist, dass sie ohne jegliche baurechtlichen Einschränkungen zeitlich unbegrenzt genutzt werden.

Die klare Abgrenzung bzw. Unterscheidung zwischen einerseits dieser dauerhaften KLEUSBERG Modulbauweise – als echte Alternative zum konventionellen Bauen – und andererseits Containerlösungen für temporäre Nutzungen ist bei der Betrachtung der Genehmigungsfähigkeit entscheidend.

Geprüfte Sicherheit beim Brandschutz 
KLEUSBERG verfügt bereits seit Jahren über die erforderlichen Prüfzeugnisse (abP) für die seiner modularen Bauweise zugrundeliegenden Konstruktionsaufbauten, womit jederzeit eine vorhabenbezogene Bauartgenehmigung (vBG) erwirkt werden kann. Bereits kurz nachdem die Möglichkeit geschaffen wurde, eine allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) zu beantragen, hat sich KLEUSBERG als erster Modulbau-Anbieter dazu entschlossen, beim DiBT (Deutsches Institut für Bautechnik in Berlin) diese Zulassung zu erwirken. Das aufwändige Verfahren, bei dem u. a. zahlreiche Brandversuche und -prüfungen durchgeführt wurden, wird voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Als erster Hersteller erhält KLEUSBERG dann die allgemeine Bauartgenehmigung. Das wird den Genehmigungsprozess nochmals vereinfachen und gegenüber der bei anderen Anbietern üblichen Vorgehensweise über eine Zulassung im Einzelfall (ZiE) vor allem wesentlich beschleunigen. 

Da Modulgebäude immer noch mit Containerlösungen gleichgesetzt werden, die jedoch aufgrund ihrer konstruktionsbedingten bauphysikalischen und brandschutztechnischen Schwächen ausschließlich für temporäre Zwecke genutzt werden sollten, herrscht nach wie vor bei manchen Behörden, Bauherrn und Planern eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit. Befördert wird diese Unsicherheit nicht zuletzt durch Anbieter, die mit Containern versuchen, Bauten für dauerhafte Nutzungen zu errichten. Insbesondere der Nachweis für den konstruktiven Brandschutz kann mit einer Containerkonstruktion nicht entsprechend den gültigen Normen erbracht werden. 

Wo genau die Unterschiede zwischen der Modulbauweise und Containern liegen, das erfahren Sie auch in unserem Bericht „Babylonische Sprachvielfalt verwirrt – Modulbau oder Container?“

 

Zurück zur Übersicht
Diese Seite zu Ihrer Merkliste hinzufügen
Weitere interessante Artikel